Symbolfoto der Mitgliedskarte

Festliche "90 Jahre" Jahresrückblickfeier in der „Hofer Mühle“ in Stainz

12. Februar 2018 | Zurück zur Übersicht

Aus dem „Prall" gefüllten Veranstaltungszentrum und der langen Liste an Ehrengästen - LAbg. Peter Tschernko, BR OAR Hubert Koller, BH Hofrat Dr. Helmut-Theobald Müller, Bgm. Stephan Oswald, Bgm. OSchR Walter Eichmann, Bgm. Mag. Josef Waltl, BezPolKomm Helmut Zöhrer, KI Gerhard Bauer, ABI Anton Schmidt, ABI Rudolf Hofer, Primar Dr. Gottfried Filzwieser, OA Dr. Meinhard Rief, Dr. Eva Temmel, Dr. Alois Holzbauer, Präs. Davy Koller, KIT-Team Irene Kluge, Hon.Kons. KommR Manfred Kainz, Margareta Deix, Fritz und Josefine Paulitsch, Franz Lind - war die Wertschätzung für das Grüne Kreuz abzulesen.

„Neunzig Jahre sind ein Anlass, auf Meilensteine zurückzuschauen", gab sich Kathrin Hütter MA in ihrer Begrüßung überwältigt vom Besuch. „Wir haben heute Geburtstag", hieß Landesrettungsrat Gerhard Prall, Obmann des Vereins Grünes Kreuzes, alle Gäste herzlich willkommen.
In seinem Rückblick informierte Prall, dass das Rettungswesen nach dem Ersten Weltkrieg überwiegend Gemeinde- und Feuerwehrangelegenheit war. Es war der Eibiswalder Unternehmer Gustav Wieser, der 1928 erste rettungsdienstliche Schritte setzte und zwei Jahre darauf dem Österreichischen Zentralverband für das Rettungswesen beitrat. 1932 gründete Josef Danninger das Grüne Kreuz Groß St. Florian.

Die Entwicklung nach dem Krieg ging schleppend vor sich. Aber immer mehr Stützpunkte - auch in anderen Bundesländern - nahmen in der Folge ihre Tätigkeit auf. Dabei wurde stets auf Qualität gesetzt, wie der erste Inkubator in Wies, die Ausstattung der Autos mit Funk und die Auslandsrückholdienste zeigen. Die stete Aufwärtsentwicklung war nicht aufzuhalten, bei vielen Unfallereignissen war das Grüne Kreuz maßgeblich in den Rettungseinsatz eingebunden. Auch wesentlich:
Weitere Meilensteine: 1975 gründeten die einzelnen Betriebe einen gemeinsamen Verein, 2004 setzte sich die Organisation bei der LKH-Ausschreibung für interne Krankentransporte durch und ab 2006 ist das Grüne Kreuz zuständig für die Betreuung der Fluggäste und des Personals (nunmehr auch in Form der Flugbegleitung) am Flughafen Graz. Ein weiteres Jubiläum: Vor zwanzig Jahren übernahm Gerhard Prall das Grüne Kreuz Bad Gams und gründete einen weiteren Firmensitz zunächst in Greisdorf und verlegte diesen in der Folge nach St. Stefan.

Sehr interessant auch der Rückblick auf 2017, in dem im Bereich Süd- und Weststeiermark 54.381 Rettungs- und Krankentransporte absolviert wurden. In der gesamten Steiermark tätigte das Grüne Kreuz 152.558 Patiententransporte bei einer Anzahl von 5,735.000 Kilometern. Im Rahmen des Zentralen Patiententransportdienstes im Universitätsklinikum Graz wurden 81.900 Patienten transportiert. Großer Wert wurde auf eine profunde Ausbildung (in Erste-Hilfe-Kursen auch für die Bevölkerung) gelegt, zudem brachten sich die Mitarbeiter/innen in örtliche Veranstaltungen (zB Reitturniere, Open Air Konzerte, Silvesterlauf) ein. Vielleicht nicht weithin bekannt: Das Grüne Kreuz unterhält zwei eigene Hundestaffeln (Mantrailing und Flächensuchhunde).

Im Ausblick auf 2018 stellte ORR Kathrin Hütter das neue Fahrzeugdesign und die neue Uniform nach EU-Vorschrift vor. „Da kommt einige Arbeit auf uns zu", nannte sie die neuen Prozesse der Datenschutzgrundverordnung als große Herausforderung.

Was wäre ein so festlicher Nachmittag ohne Auszeichnungen und Ehrungen? Den Anfang machte Präsident Davy Koller von der Österreichischen Lebensrettungsgesellschaft (ÖLRG), der Daniela Gaich, Anne Kothé, Julian Högler, Marion Weissenbrunner, Max Leitinger, Kathrin Hütter und Gerhard Prall für ihr verdienstvolles Wirken auszeichnete. „Mitarbeiter sind das kostbarste Gut", schlossen sich KommR Manfred Kainz und Margareta Deix von der Wirtschaftskammer Deutschlandsberg an und ehrten Bianca Knopper (15-jähriges Dienstjubiläum), Herlinde Klemen, Christine Langmann (beide 20-jähriges Dienstjubiläum).
Auch für den eigenen Zuständigkeitsbereich sah das Grüne Kreuz Ehrungen vor, ausgezeichnet wurden Heinz Wipfler, Mario Wipfler, Karin Dengg (10 jährige Tätigkeit beim Grünen Kreuz Steiermark) Rainer Käfer (Verdienstmedaille in Bronze für besondere Verdienste um das Grüne Kreuz Steiermark), Franz Rexeis, Siegfried Legat (Verdienstmedaille in Silber), Margareta Deix, Anton Schmidt, Dr. Alois Holzbauer (Goldene Verdienstmedaille). Über das Silberne Verdienstkreuz für besondere Verdienste um das Grüne Kreuz Steiermark durften sich Walter Eichmann und Josef Waltl freuen, das Goldene Verdienstkreuz ging an Stephan Oswald, Helmut-Theobald Müller und Manfred Kainz. Nicht vergessen wurde auf die Pioniere des Grünen Kreuzes: Fritz Paulitsch und Franz Lind wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Ein weiteres Mal meldete sich Konsul Manfred Kainz zu Wort, als er Gerhard Prall für eine Ehrung an das Rednerpult bat. „Auf die Dauer hält seine Ausdauer keiner aus", kreierte er als Motto des initiativen Unternehmers, der sich unermüdlich für die Region einsetzt und das Grüne Kreuz - mit dem Handicap, ohne den öffentlichen Rettungs-Euro auskommen zu müssen - über Jahre hindurch auf hohem Level führt. In Anerkennung der unternehmerischen Leistungen überreichte er dem Firmenjubilar eine Ehrenurkunde der Wirtschaftskammer Steiermark und seiner Gattin Erna Prall einen Blumenstrauß.

In den Grußworten kam die Wertschätzung der Redner für das Grüne Kreuz und den Betrieb Taxi Prall zum Ausdruck. „Wir sind froh und stolz, dass so eine große Organisation wie das Grüne Kreuz ihren Vereinssitz in St. Stefan hat", brachte Bürgermeister Stephan Oswald seine Freude zum Ausdruck, dass das Grüne Kreuz der größte Arbeitgeber in St. Stefan ist. Gutes tun und wirtschaftlich denken nannte Bürgermeister Walter Eichmann, der sich für eine aliquote Teilung des Rettungs-Euros aussprach, als die hervorstechenden Attribute von Gerhard Prall. „Die technische Ausstattung hat sich massiv verändert, die Freiwilligkeit ist geblieben", bedankte sich ABI Anton Schmidt für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.
„Wie der Wein werden Menschen mit den Jahren immer besser", sprach BezPolKomm Helmut Zöhrer die persönliche Freundschaft an und überreichte - „als Polizei mag das missverständlich sein" - ein Wein-Set. An die vielen Jubiläen des Jahres 2018 - ganz besonders an den 100-Jahr-Bestand der Republik Österreich - erinnerte Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller, der den für die Bevölkerung wertvollen Aufbau des Grünen Kreuzes betonte. „Sie haben die Welt ein Stück weit verbessert", bedankte er sich bei den vielen helfenden Händen des Rettungsdienstes.

„Die aufgezeigte Entwicklung war beeindruckend", gab sich Bundesrat Hubert Koller in seinem Grußwort sicher, dass in der künftigen Entwicklung des Grünen Kreuzes noch viele Höhepunkte aufgesetzt werden. LAbg. Peter Tschernko stellte der Tradition die vielen Veränderungen gegenüber. „Eine Organisation lebt von ihren Mitarbeitern", bedankte er sich bei Gerhard Prall und seinem Team für die Dienste an der Öffentlichkeit.

Den Mitarbeitern wandte sich Gerhard Prall, der sich auch bei allen Anwesenden, Firmeninhabern und Partnern für die Zusammenarbeit bedankte, in seinen Dankesworten zu. "Bleiben Sie so wie Sie sind", wünschte er der gesamten Mannschaft eine gedeihliche Zukunft, bevor die Tanzlmusi St. Stefan unter der Leitung von Heinz Tappler die Landeshymne intonierte.

Text: Gerhard Langmann
Fotos: Gerhard Langmann, Grünes Kreuz Stmk

Zurück zur Übersicht